Gesundheit, Ratgeber

Grippeimpfung schützt vor Grippe und senkt das Risiko für tödliche Folgeerkrankungen

Herbst und Winter stehen in den Startlöchern. Bald wird es wieder nasskalt und ungemütlich. Auch die Zahl der Erkältungen wird steigen, das ist sicher. Ob es in diesem Winter auch eine größere Grippeepidemie geben wird, kann keiner mit Sicherheit vorhersagen.

Das hängt von vielen Faktoren ab. Nicht nur von der Virulenz des aktuellen Grippevirus. Auch die Durchimpfung der Bevölkerung spielt eine Rolle, ob die saisonale Grippe epidemische Ausmaße annimmt. Je mehr Menschen sich impfen lassen, umso geringer ist die Chance des Grippevirus, sich großflächig zu verbreiten.

Grippe geimpfte leben länger

Primäres Ziel einer Grippeimpfung ist es immer, das individuelle Ansteckungsrisiko zu reduzieren. Handelt es sich bei der Virusgrippe eben nicht um eine harmlose Erkältung, sondern um eine schwerwiegende Virusinfektion mit potenziell tödlichem Ausgang bei älteren und geschwächten Menschen. Deshalb wird bei uns in Deutschland allen Patienten mit chronischen Erkrankungen empfohlen, sich gegen Grippe impfen zu lassen. Gilt doch für diese Risikogruppe uneingeschränkt die Feststellung, dass nur derjenige sicher nicht an Grippe sterben kann, der auch nicht an ihr erkrankt.

Neben dem direkten Nutzen der Grippeimpfung bietet sie für chronisch Kranke auch einen bedeutenden Zusatznutzen. Verschiedene Studien aus den letzten Jahren haben gezeigt, dass gegen Grippe geimpfte Menschen ein deutlich geringeres Risiko hatten, an Herzinfarkt oder Schlaganfall zu sterben, obwohl diese Erkrankungen nicht in direktem Zusammenhang mit der Grippe standen. Ergänzend konnten Forscher aus Kopenhagen aufzeigen, dass Menschen mit Bluthochdruck ein deutlich geringeres Sterberisiko aufwiesen, wenn sie gegen Grippe geimpft waren.

Fazit: Eine Grippeimpfung lohnt sich. Sie schützt nicht nur zuverlässig gegen Grippe, sondern reduziert auch das Risiko an Folgeerkrankungen zu sterben.