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Immobilien-Investment für jeden Geldbeutel – Crowdinvesting als Trend

Mit einer Immobilienanlage verbinden die meisten Anleger vor allem, dass dafür sehr viel Kapital benötigt wird. Wer schließlich eine Immobilie erwerben möchte, muss fast immer mehr als 100.000 Euro investieren. Daher denken viele Anleger, dass ein Immobilien-Investment für sie nicht die richtige Alternative ist. Es gibt jedoch schon seit geraumer Zeit eine Möglichkeit, wie im Grunde Anleger mit jedem Geldbeutel indirekt in Immobilien investieren können, nämlich mittels des Crowdinvesting. Ein echter Trend derzeit am Finanzmarkt.

Indirekte Anlagen in Immobilie als Alternative

Grundsätzlich wird am Markt zwischen einer direkten und einer indirekten Anlage in Immobilien unterschieden. Die direkte Anlage ist der Kauf eines Objektes, das indirekte Investment kann verschiedene Formen haben. Neben dem bereits in der Einleitung erwähnten Crowdinvesting zählen auch die folgenden Anlageformen zum indirekten Investment in Immobilien:

  • Immobilienaktien
  • Offene Immobilienfonds
  • Geschlossene Immobilienfonds
  • Immobilien-Zertifikate

Es gibt also auch ohne das Crowdinvesting einige Möglichkeiten für Anleger, die nicht unbedingt mehr als 100.000 Euro anlegen können oder möchten, dennoch durch ein indirektes Investment von den Eigenschaften der Immobilien als Kapitalanlage zu profitieren.

Was ist Crowdinvesting überhaupt?

Crowdinvesting ist im Grunde eine Variante des sicherlich etwas bekannteren Crowdfunding. Während beim Crowdfunding oft das Finanzieren gemeinnütziger oder wohltätiger Projekte im Fokus liegt, steht die Gewinnerzielungsabsicht für den Geldgeber beim Crowdinvesting deutlich im Vordergrund. Das Crowdinvesting wird ferner von verschiedenen Unternehmen genutzt, um sich Kapital zu besorgen, wenn ein Bankkredit nicht realisierbar oder ein Börsengang zu teuer wäre. Daher sind es vor allen Dingen Start-Ups sowie kleinere und mittelständische Unternehmen, die das Crowdinvesting als Kapitalsuchende nutzen. Die Kapitalgeber sind in der Regel Privatpersonen, also Anleger, die einen Ertrag erzielen möchten. Das Crowdinvesting funktioniert dabei über spezielle Plattformen, auf denen sich Investoren und Kapitalsuchende treffen können.

Crowdinvesting in Immobilien: Wie funktioniert es?

Das Crowdinvesting in Immobilien funktioniert für Anleger relativ einfach. Zunächst wählen Sie eine spezielle Crowdfunding- oder Crowdinvesting-Plattform aus, bei der auch Immobilien-Projekte vorhanden sind oder die sich sogar auf Immobilien-Angebote spezialisiert hat. Aktuell kommen diesbezüglich zum Beispiel die folgenden Plattformen infrage:

  • immofunding
  • BERGFÜRST
  • de

Nachdem Sie sich für eine Plattform entschieden haben, melden Sie sich dort an, was stets kostenlos erfolgen sollte. Danach haben Sie zum Beispiel die Möglichkeit, sich alle offenen Projekte zu betrachten, in die Sie noch Geld investieren können. In aller Regel werden die Immobilien-Projekte dort näher beschrieben und oftmals findet auch eine Klassifizierung der Bonität des Kapitalsuchenden statt. Dies hilft Ihnen dabei, das Anlagerisiko so gut es geht abzuschätzen. Nachdem Sie ein Projekt selektiert haben, investieren Sie den gewünschten Kapitalbetrag und erhalten dann meistens wie bei einem Kredit in Raten Ihr Geld nebst Zinsen zurück.

Ab welchem Betrag ist die Anlage mittels Crowdinvesting in Immobilien möglich?

Einer der Hauptgründe, warum das Crowdinvesting eine echte Alternative für die Anlage in Immobilien zum Direktinvestment sein kann, ist der erheblich geringere Kapitalbedarf meint Kreditvergleich24. Während Anleger bei einem Kauf von Immobilien fast immer 100.000 Euro und mehr aufwenden müssen und auch bei der Anlage in geschlossene Immobilienfonds meistens mindestens 10.000 bis 20.000 Euro gefordert werden, sind die Mindestanlagesummen auf den Plattformen meistens nur im unteren dreistelligen Bereich angesiedelt.

Schaut man sich die aktuellen Projekt-Angebote an, so beträgt die Mindesteinlage je nach Plattform lediglich zwischen 10 und 500 Euro. Im Schnitt sind es meistens 250 Euro, die Sie mindestens in ein Projekt investieren müssen. Somit ist das Crowdinvesting in Immobilien nicht nur für Kleinanleger, sondern sogar für Sparer geeignet.

Welche Rendite lässt sich beim Crowdinvesting erzielen?

Eine schwer zu beantwortende Frage besteht beim Crowdinvesting generell und auch speziell beim Investing in Immobilien darin, welche Rendite sich erzielen lässt. Das liegt keineswegs daran, dass die Renditen bei den Projekten nicht genannt werden. Im Gegenteil: Meistens erhält der Anleger einen festen Zins, seltener eine Gewinnbeteiligung. Daher steht die Rendite zwar fest, aber sie ist von Projekt zu Projekt sehr unterschiedlich. Welchen Zins der Kapitalsuchende bereits ist zu zahlen, hängt meistens von mehreren Faktoren ab, wie zum Beispiel:

  • Bonität und Bonitäts-Einstufung
  • Wie dringend ist der Kapitalbedarf?
  • Welche Gewinne werden erwartet?
  • Interessantes oder weniger interessantes Projekt für Anleger?

Auf dieser Basis bietet der Kapitalsuchende dann im Zuge seines Projektes meistens einen bestimmten Zinssatz an, zum Beispiel 5% im Jahr. Je nach Bonität und sonstigen Faktoren können die Erträge für den Anleger beim Crowdinvesting in Immobilien daher gut und gerne zwischen drei und zehn Prozent schwanken.

Welche Risiken sind beim Investment zu beachten?

Das Schöne am Crowdinvesting in Immobilien und ein großer Vorteil gegenüber dem Direktinvestment ist, dass Anleger ihr Kapital sehr gut auf verschiedene Projekte verteilen und damit eine Risikostreuung vornehmen können. Wer zum Beispiel 5.000 Euro zur Verfügung hat, kann diesen Betrag beispielsweise auf 10 Projekte zu je 500 Euro verteilen. Zwar gibt es bei jedem einzelnen Projekt ein Ausfallrisiko, aber durch die Streuung kann das Gesamtrisiko minimiert werden. Zudem geben die meisten Plattformen durch die Eingruppierung der Projekte in eine bestimmte Bonitätsklasse einen guten Anhaltspunkt, wie hoch das Risiko für Investoren in etwa ist. Dennoch sollten Sie wissen, dass das indirekte Investment über Crowdinvesting-Plattformen natürlich keineswegs risikolos ist.

Für welchen Anlegertyp bietet sich das Immobilien-Investment per Crowdinvesting an?

Das Immobilien-Investment über Crowdinvesting ist eine moderne Anlageform, die immer mehr Zuspruch von Anlegern erfährt. Die Gruppe von Investoren, für die eine solche Anlagealternative gut geeignet ist, ist sicherlich viel größer als die Gruppe von Anlegern, die direkt in Immobilien investieren. Das liegt vor allem an der sehr geringen Mindestanlagesumme. Daher bietet sich diese Anlageoption für alle folgenden Anlegergruppen an:

  • Vermögende Privatanleger
  • Kleinanleger
  • Sparer

Eine etwas andere Frage ist, für welchen Anlegertypen das Crowdinvesting in Immobilien die geeignete Anlagealternative darstellt. Zunächst einmal sollte natürlich ein Interesse am Investment in Sachwerte, spezielle in Immobilien, bestehen. Ferner sollte der Anleger kein „todsicheres“ Investment suchen, bei dem gar keine Verluste möglich sind. Eine gewisse Risikobereitschaft sollte also vorhanden sein. Ebenfalls sollten Kunden etwas Zeit haben, sich mit den einzelnen Projekten auseinanderzusetzen. Wer gute Erträge zum Zeil hat, wird sicherlich die geeigneten Projekte finden, wobei der Zusammenhang zwischen Risiko und Ertrag stets beachtet werden sollte. Zusammenfassend ist das Crowdinvesting also für eine sehr große Gruppe von Anlegern und Anlegertypen gut geeignet.