Asthma
Ratgeber

Trotz Asthma gut durch den Corona-Winter kommen

In der kalten Jahreszeit leiden Asthmatiker besonders stark unter den typischen Symptomen ihrer Krankheit wie Luftnot, Engegefühl in der Brust oder Hustenanfällen. Infekte können Asthma noch verstärken. Um gut über den Corona-Winter zu kommen, müssen Betroffene ihre Lunge so gut wie möglich schützen. Wie das geht, erklärt der nachfolgende Artikel.

Medikamente gut einstellen lassen

In der oft symptomfreien warmen Jahreszeit vernachlässigen Asthmatiker gelegentlich die verschriebenen Medikamente. Im Winter allerdings sollten sie mit der Einnahme keinesfalls so lange warten, bis ihnen die Luft wegbleibt. Vielmehr raten Experten, dass sie die verordneten Mittel auch vorbeugend regelmäßig einnehmen. Verschlimmert sich ihr Zustand, lassen sie die Dosis anpassen oder ihre Sprays umstellen. Dazu ist auch in Corona-Zeiten ein Besuch beim Facharzt notwendig. Wer selbst experimentiert, riskiert die Verschlechterung seines Asthmas und schlimmstenfalls lebensbedrohliche Zustände.

Immunsystem stärken
Ein starkes Immunsystem wehrt Infekte ab, die eine geschädigte Lunge zusätzlich strapazieren würde. Wer auf eine ausgewogene Ernährung achtet und regelmäßig Sport treibt, kräftigt seinen Organismus präventiv. Leichte Trainingseinheiten zu Hause zeigen bereits nach wenigen Wochen positive Effekte. Selbst auf den Outdoor-Sport müssen Asthmatiker im Winter nicht verzichten. Allerdings dürfen sie sich nicht überfordern und sollten auf ihre Atmung achten. Das Einatmen durch die Nase wärmt die kalte Außenluft an. Ausgeatmet werden darf durch den Mund.

Bei Nebel auf körperliche Anstrengungen besser verzichten
Eine gefährliche Kombination für Asthmatiker im Winter können Kälte und Nebel sein. Das liegt daran, dass sich beim Einatmen kleine Wassertropfen an den Schleimhäuten absetzen. Die ziehen sich dadurch zusammen, was für Asthmatiker mit ohnehin verengten Bronchien Probleme bei der Ausatmung mit sich bringen kann. Gerade deshalb sollten sie an nasskalten Nebeltagen auf sportliche Betätigungen im Außenbereich verzichten.

Maskenpflicht
Um die Übertragung von Covid19- und anderen Viren zu mindern, ist Asthmatikern dringend das Tragen eines Mund-Nase-Schutzes überall dort zu empfehlen, wo sie auf andere Menschen treffen. Da sie zu den Risikogruppen gehören, sollten sie auf die vergleichsweisen sicheren FFP2-Modelle zurückgreifen. Sind diese mit einem CE-Kennzeichen sowie einer vierstelligen Prüfziffer ausgestattet, erfüllen sie die vorgeschriebenen Richtlinien und können bedenkenlos genutzt werden.

Auslöser meiden
Allergien spielen für die aktuelle gesundheitliche Verfassung von Asthmatikern eine große Rolle. Häufig sind Hausstaub und Hautschuppen von Haustieren daran schuld, dass sich die Beschwerden mit der Atmung zusätzlich verschlimmern. Das regelmäßige gründliche Reinigen der Wohnung ist für sie im Winter besonders wichtig, weil das Leben hauptsächlich drinnen stattfindet. Allergiker-Bettwäsche, das feuchte Abwischen von Gegenständen sowie das stündliche Stoßlüften helfen dabei, die Auslöser zu minimieren. Zudem sollte die Heizung nicht zu heftig aufgedreht werden, damit der Temperaturwechsel beim Verlassen der Wohnung nicht allzu stark zu spüren ist. Wer sich zum Thema Asthma weiter informieren möchte, kann an einer Schulung seiner Krankenkasse teilnehmen.